24 Stunden Schwimmen 2014 in Waldenbuch – Vom Triathleten zum Teamplayer

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Oder, warum “Warmduscher“ nicht immer eine Beleidigung ist.

Doch zunächst einmal lachte mir ein ganz anderes Problem ins Gesicht: Auf meinem Programm stand 24-Stunden-Schwimmen in Waldenbuch. Soweit so gut, doch warum, zum Henker, ist das 24-Stunden-Schwimmen von Waldenbuch nicht in Waldenbuch sondern in Steinenbronn?

Ok – zugegeben, man könnte vorher die Ausschreibung lesen und wüsste solche Details. Doch mal ehrlich, wer tut das schon ? Schließlich kann man nicht alles lesen, was einem so Tag für Tag vor die Augen kommt. Zumal, wenn Dich ein lieber Freund fragt, ob Du dort für sein Team schwimmen willst. Was tust Du dann? Ganz klar – Du meldest Dich online an und wirst von da an von dem Gedanken gequält, ob Du auch gut genug für das Team bist. Sie hoffentlich nicht ins Verderbern stürzt und deine Leistung dem entspricht, was sich die anderen Teammitglieder von Dir erwarten.

An dieser Stelle meinen ganz herzlichen Dank, an das beste Team der Welt und, dass ich für Euch schwimmen durfte und Ihr mich aufgenommen habt. Danke an das Team Warmduscher.

Auf dem Plan stand die Wiederholung des Vorjahressieges und wenn möglich, eventuell noch ein paar Meter auf das Vorjahresergebnis drauf packen.  So trudelte dann auch einer nach dem anderen ein und bezog unser Mattenlager in der Turnhalle, die phantastischer Weise einen direkten Zugang zum Hallenbad bot.

Pünktlich um 11.00 h gab die Ortsgruppe der DLRG Waldenbuch/Steinenbronn dann auch den 24-Stunden-Spaß frei.

Wie immer bei solchen Veranstaltungen, ging es die ersten beiden Stunden recht heftig zur Sache. Alle waren noch ausgeruht, voller Motivation und der eine oder andere auch voll mit Adrenalin bis zur Schwimmbrille. So kam es dann auch zu den unvermeidlichen Rangeleien auf der Bahn, die hier und da auch leider ein paar Spuren hinterließen (Thomas, ich hoffe, dass Deiner Schulter schon wieder besser geht?! ). Und auch, wenn es nervig ist, so gehört auch das irgendwie zu einer solchen Veranstaltung hinzu – so wie das Wasser zum Schwimmen. Während der folgenden 24 Stunden durfte ich dann live erleben, was es heißt Teil eines Teams zu sein.

Sowohl im, wie auch außerhalb des Wassers kümmerte sich jeder nicht nur um seine eigenen Belange sondern auch darum, wie es den anderen im Team erging. Spendete Wasserschatten, fungierte als Wegbereiter, zog ein wenig das Tempo an, motivierte und tröstete mit Worten und kleinen Taten wo es von Nöten war. Verteilte Schoko-Muffins und Köfte, sorgte mit fröhlichem, vertraulichem und vertrautem Gespräch für ein entspanntes und unaufgeregtes Umfeld. Durch Eure Art habt Ihr es mir möglich gemacht, eine der besseren Seiten in mir hervorzukramen. Ihr gabt mir das Gefühl ein unverzichtbarer Teil des Teams zu sein. Etwas, das mir als ehemalige Triathletin in dieser Form eher unbekannt war. Durch Euch durfte ich eine Erfahrung machen, für die ich sehr dankbar bin und die ich auch in Zukunft nur ungern missen möchte.

Es war ein tolles Wochenende – Dank Euch Warmduschern, zu denen ich mich nun auch zählen darf.

Ach ja, hier noch das ( schon fast nebensächliche ) Ergebnis:
In der Mannschaftswertung belegten wir sowohl den 1. als auch den 3. Platz.

Bei den Männern schwamm Hamza Bakircioglu souverän auf den 1. Platz

Thomas Treutler lieferte sich um Platz 3 einen freundschaftlichen Kampf mit Axel Erhardt, der sich den 4. Platz sicherte.

Sven Eckardt erschwamm sich den 8. Rang und somit auch noch ein Top-Ten-Ergebnis.

Gregor Fuchs sicherte sich Platz 15 und Rocco Balzer mit dem 18. Platz ebenfalls noch einen Platz unter den besten 20.

Marco Faris-Fröschle schwamm sich für Göppingen in einer Woche schon mal auf Platz 23. warm.

Bei den Mädels belegte Mirjam Schall einen hervorragenden 11. Rang und das, trotz massiver Rückenprobleme, die sie leider am Durschschwimmen hinderten. Ansonsten wäre Mim eine ganz sichere Kandidatin für den Sieg, zumindest aber für das Podium gewesen. ( Weiterhin gute und schnelle Besserung für Deinen Rücken ).

Angela Sill schwamm als weiblicher Rookie und als Einstimmung auf Göppingen am 18.10., auf Platz 19.

Meine Wenigkeit glänzte mit dem 3. Platz, dem allerdings ein kleiner Wermutstropfen anhängt. Leider sind „irgendwo“ 1,1 km meiner geschwommenen Kilometer untergegangen, was mich den 2. Platz kostete. Auf die Teamwertung jedoch hatte das keinerlei Einfluss. Die gewannen wir souverän.

Insgesamt sind wir zusammen 247,95 km geschwommen, wobei lediglich jeweils 4 Personen einen Mannschaft bildeten.

Nicht geschwommen aber ebenso unentbehrlich: Stefanie Kuisle, persönliche Supporterin für Hamza, aber auch für uns andere da, unser Mann mit den goldenen Händen, Physio Philipp Motschmann und natürlich auch die Tochter von Mim, Selina Schall.

Ein großes Dankeschön auch an die DLRG-Ortsgruppe Waldenbuch/Steinenbronn für die hervorragende Ausrichtung und die herzliche Aufnahme.

Und hier der Bericht der Warmduscher.

Schreib einen Kommentar